Die Produktion K.O.9 Chöre
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Musik für Chöre steht auf dem Programm der elften Ausgabe von K.O., der Kooperation der Komischen Oper Berlin mit der Bühnenbildklasse der Universität der Künste Berlin und der Regieklasse der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin und dass es sich dabei nicht um ein Konzert handelt, dürfte klar sein. Durch das Mitwirken von drei Berliner Laienchören ist es zum ersten Mal innerhalb der langjährigen Projektreihe möglich, die Arbeit mit einem größeren Vokalensemble zu erproben. Wie unterschiedlich die konzeptionellen Ansätze und szenischen Lösungen sein können, werden die beteiligten Teams von Studierenden der beiden Hochschulen an Chorwerken von Claudio Monteverdi, Hanns Eisler und
Georg Katzer zeigen.
Anja Kühnhold und Jennifer Wjertzoch haben für ihren Teil Kompositionen für A-capella-Chor von Hanns Eisler zusammengestellt, die hauptsächlich aus den späten 20er Jahren des 20. Jahrhunderts stammen und in denen Eisler sich mit den musikalischen Möglichkeiten der Berliner Arbeiterchöre beschäftigt. In ihrer Inszenierung werden sie mit dem Chor canta:re das Verhältnis von Individuum und Masse, zwischen Anführern und Mitläufern jenseits des Agitatorischen thematisieren.
Rahel Fiona Juschka und Felice Krowosch werden sich mit Georg Katzers Vom Fischer un sin Fru … dem in die Gegenwart transponierten Stoff der Grimmschen Sammlung widmen und die szenische Erstaufführung der Komposition präsentieren. Katzers »modernes Märchen für Solostimmen und/oder Chor a capella« weist eine sehr freie Musiksprache auf und verlangt vom Chor (Chorikos) neben Sprechen und Singen auch Lauthaftes und Perkussives. Das Verhältnis vom Fischer und seiner Frau zueinander sowie das zu ihrer Umgebung stehen dabei im Zentrum.
Das Lamento d’Arianna von Claudio Monteverdi greift einen Stoff der griechischen Mythologie auf die Naxos-Episode der Ariadne, die, nachdem sie mit Hilfe ihres Fadens Theseus geholfen hatte, den Minotaurus zu besiegen und aus dem Labyrinth zu finden, von ihm auf der einsamen Insel zurückgelassen wird. Die unterschiedlichen individuellen Affekte der Ariadne werden von Dominik Wagner und Martin Miotk auf die Gruppe des Chores (consortium vocale berlin) verteilt und die Einsamkeit der Protagonistin so in der Vervielfachung deutlich gemacht.
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