K.O.9 Chöre – ein szenisches Projekt mit Musik von Hanns Eisler (2009)

Musik für Chöre steht auf dem Programm der elften Ausgabe von K.O., der Kooperation der Komischen Oper Berlin mit der Bühnenbildklasse der Universität der Künste Berlin und der Regieklasse der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin – und dass es sich dabei nicht um ein Konzert handelt, dürfte klar sein. Durch das Mitwirken von drei Berliner Laienchören ist es zum ersten Mal innerhalb der langjährigen Projektreihe möglich, die Arbeit mit einem größeren Vokalensemble zu erproben. Wie unterschiedlich die konzeptionellen Ansätze und szenischen Lösungen sein können, werden die beteiligten Teams von Studierenden der beiden Hochschulen an Chorwerken von Claudio Monteverdi, Hanns Eisler und Georg Katzer zeigen.

Anja Kühnhold und Jennifer Wjertzoch haben für ihren Teil Kompositionen für A-capella-Chor von Hanns Eisler zusammengestellt, die hauptsächlich aus den späten 20er Jahren des 20. Jahrhunderts stammen und in denen Eisler sich mit den musikalischen Möglichkeiten der Berliner Arbeiterchöre beschäftigt. In ihrer Inszenierung werden sie mit dem Chor canta:re das Verhältnis von Individuum und Masse, zwischen Anführern und Mitläufern jenseits des Agitatorischen thematisieren.

Die Stücke: Vorspruch – Woodburry Songbook: Abendgespräch, Die alte Frau, Für Lou – Kurfürstendamm – Kurze Anfrage – Gegen den Krieg – Über den Selbstmord – Die erfrorenen Soldaten – Hollywood Songbook: Spruch

Rahel Fiona Juschka und Felice Krowosch werden sich mit Georg Katzers Vom Fischer un sin Fru … dem in die Gegenwart transponierten Stoff der Grimmschen Sammlung widmen und die szenische Erstaufführung der Komposition präsentieren.

Das Lamento d’Arianna von Claudio Monteverdi greift einen Stoff der griechischen Mythologie auf – die Naxos-Episode der Ariadne, die, nachdem sie mit Hilfe ihres Fadens Theseus geholfen hatte, den Minotaurus zu besiegen und aus dem Labyrinth zu finden, von ihm auf der einsamen Insel zurückgelassen wird.


03.-05.04.2009
Konzertsaal der Universität der Künste

canta:re wurde inszeniert an der UdK
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